Blinchiki von Mama

By | 18. August 2014

Auch dieses Jahr veranstaltet bezaubernde Claudia von Dinnerumacht.de an der Frankfurter Buchmesse ein Kochblog-Event. Diesmal ist das Gastgeberland Finnland und fleißig gekocht sollte es mit Wodka werden.

»Wow…« – dachte ich nur – »da muss ich ja nicht großartig überlegen!« Die Küche Finnlands ist stark mit der von Russland verwoben, so dass mit Wodka zu kochen fast ein Heimspiel ist. Für mich, als bekennende Naschkatze, fielen als Erstes »Hvorost« und »Medovik« ein. In 60 Min ist Beides zu schaffen, fällt aber eher unter die »Nachtisch-Kategorie«. Und da fiel es mir ein: sowohl süß, als auch herzhaft werden Blinchiki gegessen und Wodka kommt auch rein.
»Ein Schuß Wodka – und deine Blinchki werden fluffig locker und großporig werden… Und mit unterschiedlichen Füllungen gespickt, werden die Herzen von Naschkatzen und Pikanterie-Liebhaber dir nur so zufliegen«  Mütter haben wohl immer recht. Und so, machte ich mich ans Werk.

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Als ich klein war, wollte ich unbedingt auch selber kochen und backen. Ich fragte meine Mutter, wie es gehen würde. Da sagte meine Mama zu mir: »Setz dich hin und schau zu. Wenn du Fragen hast – frag. Ansonsten merk dir einfach, was und wie viel man braucht und wie man es zubereitet.« So habe ich kochen und backen gelernt – nach der alten »Mund-zu-Mund-Überlieferungsart«. Heutzutage sagt man eher dazu, man würde »Frei-Schnauze« kochen. Ich sage dazu: »Ich koche mit Herzen nach Gefühl«. So auch diese Blinchiki.

Man braucht:

3 Eier
3 EL Zucker (ca 60 g)
¾ TL Salz
¾ TL Natron
Ein Paar Spritzer Zitronensaft
Einen guten Schuss Wodka
500 ml Milch
Ca. 330 g Mehl
Ca. 2 EL. Öl

1. Zunächst Eier mit Zucker und Salz leicht verquirlen.
2. Natron, Zitronensaft, Wodka und die Hälfte der Milch dazugeben und nochmals leicht verquirlen.
3. Mehl darübersieben und gut verrühren, so dass es keine Klümpchen bleiben.
4. Die restliche Milch dazugeben und alles zu einem dickflüssigen Teig verrühren.
5. Zum Schluss das Öl unterrühren.

Die Pfanne gut erhitzen und eine Suppenkelle des Teiges in die Mitte der Pfanne geben. Den Teig mit kreisförmigen Bewegung in der Pfanne verteilen, so dass der Boden hauchdünn mit dem Teig bedeckt ist. Ausbacken, bis der Rand goldig und die Oberfläche trocken wird. Wenden. Nach weiteren 15-20 Sekunden den fertigen Blinchik von der Pfanne nehmen. Meine Mama reibt anschließend jedes Blinchik noch mit Butter ein, damit »es noch leckerer wird«. Aber ich versichere euch: sie sind schon so sehr lecker :)

Die Blinchiki sind fertig zum Verzehr. Wenn man sie als Hauptspeise servieren möchte, dann kann man sie auch füllen. Es gibt viele unterschiedlichen Füllungen. Ich habe mich jedoch für eine Füllung aus Gehacktem und Kraut entschieden, da ein Schuss Wodka auch diese Füllung verfeinert.

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Für diese Füllung werden benötigt:

Etwa 300 g Gehacktes
1-2 Zwiebeln in Stückchen geschnitten
3-4 Möhren gerieben
½ Weißkohlkopf in dünne strefen geschnitten
5-6 Tomaten in Stücke geschnitten und mit einem Schuss Wodka verfeinert
Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack

1. Zwiebeln andünsten.
2. Gehacktes dazugeben und alles gut anbraten.
3. Möhren dazugeben und andünsten.
4. Weißkohl und Möhren dazugeben und alles ca 15 Min. dünsten.
5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ein Blinchik ausbreiten, einen vollen Löffel der Füllung auf eine Hälfte geben und in der Wrap-Art einrollen.

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Blinchiki – ob gefüllt oder ungefüllt – haben einen festen Platz in meiner Familie.
Meine Söhne essen Blinchiki am liebsten mit Nutella, mein Mann – belegt mit Aufschnitt und Käse, meine Schwester – mit Honig, meine Mama – gefüllt mit körnigem Quark, mein Papa – mit der Gehacktes-Kraut-Füllung und ich… Ich bin eine Naschkatze und esse Blinchiki am liebsten mit der gezuckerten Kondensmilch (»Milchmädchen«).
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Wie esst ihr Blinchiki am liebsten?

 

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