Ägypten: Sonne satt mitten im Winter

By | 16. Februar 2014

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Wer der grauen Januar-Trostlosigkeit entkommen und wieder etwas Sonne tanken möchte, der sollte seine Badehose und Schnorchelausrüstung in den Koffer packen und nach Ägypten fliegen. Denn in Ägypten hat man beinahe ganzjährig die Sonnengarantie. Für gewöhnlich regnet es an der Roten-Meer-Küste 2-3 Tage im Jahr. Auch wenn in Ägypten zur Zeit ebenfalls Winter herrscht und die Ägypter bei um die 26°C sich in Strickpullover und Jacken einkuscheln, ist es für die Touristen eine angenehme Wohltat jeden Morgen erst in den warmen Sonnenstrahlen und dann im Roten Meer oder Pool zu baden.

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Ägypten ist ein Land, das sich gerade im Umbruch befindet und welches immer wieder mit negativen Schlagzeilen in den Medien auftaucht. Daher steht Ägypten aufgrund der politischen Instabilität bei sehr vielen Reisenden eher auf der „Zweite-Wahl“-Liste. Für die Ägypter, die sich beinahe komplett auf den Tourismus ausgerichtet haben, ist das Wegbleiben der Touristen mit verheerenden Konsequenzen verbunden. Die Hotels müssen geschlossen werden, die Mitarbeiter werden entlassen und können ihre Familien nicht unterhalten.

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Nichts desto trotz, sind die Einheimischen ein freundlicher fröhlicher Volk, das in seinem eigenen entspannten Rhythmus lebt und die Landesbesucher mit seiner Gelassenheit gerne ansteckt. Dieses arabisches Sprichwort gibt deren Lebensfreude und Gelassenheit gut wieder: „Die Europäer haben die Uhren, wir (die Araber) haben die Zeit“.

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Wir haben mitten im Januar ebenfalls Sonne tanken wollen. Die Sonne, das Meer und die warmen Temperaturen hatten uns nach Ägypten gelockt. Aufgrund der Kinder fiel unsere Wahl auf Hurghada, denn da hat man meistens aufgrund der, im Uferbereich (leider) bereits zertretenen Korallenriffe, einen direkten Zugang ins Meer. Im Gegensatz dazu, hat man in Sharm-el-Scheich auf der Sinai-Halbinsel den Zugang ins Meer über schwimmende Brücken und Pontons. Hurghada war früher ein kleines Fischerdorf. In den 80-er Jahren wurde das Dorf vom Touristen entdeckt und wurde seither stetig ausgebaut. Die Hotels erstrecken sich an der Küste entlang, so dass, der eigentliche Stadtkern von vielen Hotels in ca.10-15 km Entfernung liegt. Die Stadt gleicht in vielen Gebieten einer Bauruine.

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Die Menschen oder aber auch Hotelketten fangen mit dem Bau der Häuser und Hotels an und wenn das Geld ausgeht oder die Investoren sich aufgrund der Unruhen zurückziehen, wird erst mal ein Baustopp angelegt, der dann bei Liquidität aufgehoben wird. Wenn man die einheimischen Menschen in ihrem gewohnten Lebensraum erleben und einen kleinen Einblick in deren Welt bekommen möchte, der sollte auf jeden Fall eine privatgeführte Führung durch den alten Viertel von Hurghada buchen.

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Das Rote Meer ist berühmt für seine wunderschöne Unterwasserwelt. Die bunten Korallen werden in ihrer Schönheit nur von den prächtigen Fischen in all ihrer bunten Vielfalt überboten. Um einem Doktorfisch in die Augen zu schauen oder die Kofferfische zu bewundern muss man nicht mal weit ins Meer hinaus schwimmen, denn die Korallenriffe befinden sich bereits unmittelbar im Uferbereich. Die Schnorchelausrüstung und eine Unterwasserkamera sollten bei einem Ägyptenurlaub beinahe zur Pflichtausrüstung gehören, so wie die Sonnencreme.

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Damit die Nicht-Schwimmer-Kinder ebenfalls den wunderschönen Meeresgrund mit all seinen Bewohnern erleben können, empfiehlt sich eine Seascope-Tour. Ein Seascope ist ein Semi-U-Boot, d.h. das Schiff geht nicht unter Wasser, sondern hat im Unterdeck einen Gang mit Fenstern, durch welche der Meeresboden bewundert werden kann. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis für die Kleinen

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Wenn die Seascope-Tour eher etwas für die Kleinen ist, so bietet die Wüsten-Safari viel Spaß sowohl für Kinder, als auch für die Großen. Die Veranstalter bieten sowohl geführte Quad-Touren durch die Wüste, als auch Quad-Jeep-Touren an.

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Im Westen Hurghadas liegt die Große Arabische Steinwüste, in der noch ein paar Beduinenstämme hausen. Zu einem dieser Stämme, was in der Nähe von Hurghada lebt, wird man von Reiseleiter mit Quads bzw. Jeeps quer durch die Wüste gebracht. Vor Ort kann man die Lebensart dieser Menschen kennenzulernen, wie z.B. auf einem Kamel reiten, Wasserpfeife rauchen oder Bauchtanz mittanzen. Und auch wenn diese sich bereits ebenfalls sehr auf Touristen ausgerichtet haben, ist es dennoch ein Erlebnis.

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Auch wenn das Land immer wieder von Unruhen erschüttert wird und wir zunächst etwas mulmiges Gefühl hatten, diese Reise in das Land der Pharaos zu buchen, so kann ich es dennoch vom ganzen Herzen empfehlen. Lasst euch ebenfalls vom Land, seinen Leuten, seiner Kultur und seiner Natur verzaubern.

netz

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